DSGVO

Egal mit wem ich spreche oder wo ich mich gerade befinde, ob am Flughafen oder im Supermarkt, früher oder später ist das zentrale Thema DSGVO, die neue Datenschutzgesetzverordnung, wie ein Schachtelteufelchen da. Die Reaktionen und Einstellungen dazu reichen von Panik über „Ich mach jetzt mal gar nichts und lass das auf mich zukommen.“ Letztere Haltung könnte teuer werden, denn den Kopf im Sand zu parken ist eben auch keine Lösung.

Unwort des Jahres für Unternehmer: DSGVO

Ich gestehe, dieses Unwort DSGVO treibt auch bei mir des öfteren den Blutdruck in die Höhe, denn uns Unternehmern wird sowieso gerne das Leben schwer gemacht, während dem Endverbraucher wieder jede Eigenverantwortung abgenommen wird. Darüber hinaus fehlt einfach der gesunde Menschenverstand bei dieser Neuregelung und das ärgert mich mit am meisten. Der wurde irgendwie gleich an der Garderobe abgegeben.

Selbstverständlich ist der Schutz der Daten wichtig aber ganz ehrlich, die Datenhoheit und Datensicherheit ist sowie schon hinüber und zwar schon lange vor Google, Facebook & Co. Mit den Informationen die Adress-Anbieter oder das Direktmarketing-Center der Deutschen Post bereithalten, konnte man bereits damals schon sehr interessante Informationen für sein Targeting und somit für seine Werbung erhalten.

Aber nun gut, es ist wie es ist, der 25.05. steht vor der Tür und jetzt heißt es, die wichtigsten Einfallstore dicht zu machen, damit wenigstens die Abmahnanwälte nicht auf ihre Kosten kommen. Und damit es Ihnen leichter fällt, teile ich hier mit Ihnen, wie ich dieses Thema anpacke und wo ich mir dazu Unterstützung hole:

DSGVO – mein Ablaufplan

Wichtige ToDo’s für Ihre Webseite:

  • Datenschutzerklärung anpassen
  • Impressum kontrollieren
  • Cookie Notice und Cookie Optin-Plugin für alle Cookies und Trackings installieren bzw. anpassen
  • Alle Plugins überprüfen – kritische entfernen oder ersetzen
  • Freebies von Newsletter-Anmeldungen entkoppeln bzw. rechtssicher umsetzen
  • Separate Links für Datenschutz und Impressum gut sichtbar im Menü auf allen Seiten sichtbar integrieren
  • Alte Newsletter-Optin-Formulare überprüfen, ergänzen oder löschen
  • Checkboxen für Kontaktformulare sowie Kommentare mit Datenschutzhinweisen
  • YouTube & Vimeo Videos rechtssicher einbinden
  • Impressum und Datenschutz-Seite auf NoIndex setzen

Und natürlich Ihre ganz individuell notwendigen Maßnahmen umsetzen. Übrigens ist diese Liste als Empfehlung zu verstehen. Sie erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit sowie Richtigkeit. Diese Liste sowie alle weiteren Tipps und Empfehlungen ersetzen keine rechtliche Beratung. Im Zweifel also bitte immer den Anwalt Ihres Vertrauens kontaktieren.

Meine wichtigsten DSGVO Quellen und Tools

#1 Der DSGVO-Onlinekurs der Rechtsanwältin Sabrina Keese-Haufs war für mich eine lohnenswerte Investition, da sie Recht wirklich verständlich erläutert und vor allem sehr praxisnahe Tools, Checklisten, Vorlagen und Tutorial-Videos zur Umsetzung bereitstellt. Auch die FB-Gruppe und eine daraus entstandene Arbeitsgruppe ist für mich eine wertvolle Unterstützung. Diesen Kurs gibt es jetzt auch im Kompakt-Format für alle DSGVO-Lastminute-Umsetzer. Weitere Infos dazu hier

#2 Webseiten-Prüfsoftware „Meine Datenschutzerklärung“. Diese Software setze ich zusätzlich ein, um meine Webseite, nach den durchgeführten Änderungen, nochmals auf Herz & Nieren prüfen zu lassen.  Anschließend erhalten Sie einen Bericht mit klaren Umsetzungsmaßnahmen. Kann man natürlich auch bereits vorab durchführen und dann den Maßnahmen-Katalog umsetzen. Weitere Infos hier.

#3  eRecht24 – hier bin ich schon seit längerem Mitglied und darum hole ich mir  auch hier Infos und Updates oder nutze beispielsweise den Generator für die Datenschutzerklärung oder das rechtskonforme Social-Share-Plugin

Roadmap DSGVO

1. Anhand der Checkliste aus dem DSGVO-Kurs  habe ich alle meine wichtigsten Tools in einer Checkliste gesammelt für die ich eine sogenannte AV Auftragsverarbeitung benötige. Klären Sie auch, ob Ihre Kunden von Ihnen ebenfalls eine AV benötigen.

2. Anhand dieser Tool-Liste erstelle ich meine VV Verarbeitungsverzeichnisse, für die ich Vorlagen zur Dokumentation nutze, wo ich wie welche Daten verarbeite inklusive der Löschfristen.

3. Ich habe eine Auflistung aller meiner Webseiten und Landingpages gemacht, mit Notizen was zu tun ist und dabei gleich ein paar wirklich alte Kamellen wiederentdeckt, die ich im Zuge dessen aufräume, entrümple und lösche. Ein kleiner Vorteil dieser neuen DSGVO

3. Ich habe meine Webseite (Plugins, Cookies etc.) checken lassen durch Jonas Tietgen – WP Ninja und alle kritischen Plugins entfernt und gegebenenfalls durch rechtssichere ersetzt. Ganz wichtig hier zum Beispiel Plugins für Google-Analytics, FB-Pixel-Code und für das Socialmedia-Sharing.

Für die rechtssichere Einbindung von Google-Analytics und des FB-Pixels habe ich mich für das Plugin der Rechtsanwältin Sabrina Keese-Haufs entschieden, da es zeitgleich auch noch eine Cookie-Notice enthält. Mehr Infos hier

Wenn es um Social-Sharing geht, nutze ich als WordPress-User das Share-Plugin von Shariff Wrapper oder alternativ das Share-Plugin von eRecht24, welches für Mitglieder kostenfrei ist.

4. Meine Datschenschutzerklärung überall angepasst und dafür u.a. den Datenschutzgenerator von eRecht24 genutzt. Da ich Premium-Mitglied bin kann ich hier auf die Vollversion zurückgreifen. Hier also prüfen, ob die kostenfreie Version für Sie ausreichend ist.

5. Wenn trotz allem wieder die Nerven blank liegen oder tausend Fragezeichen im Kopf sind, tausche ich mich mit meinen Mastermind-Buddies aus oder geh einfach raus zum Herz & Hirn lüften.

6. Letzter Tipp: Starten Sie als aller erstes mit Ihrer Webseite, damit Sie hier abgesichert sind. Fokussieren Sie sich prinzipiell auf ein bis zwei Quellen für die Umsetzung der DSGVO und halten Sie sich fern von Facebook-Gruppen bwz. nutzen Sie diese nur ganz zielgerichtet, denn sonst kommen Sie vor lauter lesen nicht zur Umsetzung und die vielen Infos verwirren mehr als das sie Nutzen stiften.

Ich hoffe, meine Vorgehensweise hilft Ihnen bei Ihrer Umsetzung und wenn Sie noch einen wirkungsvollen Tipp oder eine gute Info-Quelle haben, dann gern in den Kommentaren mit uns teilen. Und ansonsten bleiben Sie entspannt, denn wie heißt es so schön: „Nix wird so heiß gegessen, wie es gekocht wird.“

Herzlichst

Ihre Martina Fuchs

PS1: Schauen Sie doch mal in meiner Facebook-Gruppe Experten+Marketing vorbei – dort dreht sich alles um Ihren Expertenstatus und wie Sie diesen kontinuerlich auf und ausbauen können. Wir freuen uns immer auf neue Experten.

PS2: Bei manchen Beitrags-Links handelt es sich um Partnerlinks, dass heißt, sollten Sie eines der vorgestellten Tools oder Kurse buchen, dann erhalte ich dafür einen kleinen Empfehlungsbonus vom Anbieter.

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