Vorsicht Erfolgs-Falle: Kenn ich schon!

Vielleicht kommt Dir das ja bekannt vor: Du liest oder hörst etwas zu einem bestimmten Thema oder Du sprichst mit einem Kunden, Freund oder Kollegen und denkst Dir: „Kenn ich schon, hab ich schon von gehört und Du hakst das Thema, den Beitrag oder das Gespräch innerlich ab und ziehst weiter.

Auch ich bin davor nicht gefeit und es ist noch gar nicht so lange her, als ich meinen letzten „Kenn ich“-Moment hatte und dadurch beinahe auf ein paar wertvolle Impulse verzichtet hätte.

Im Sommer hatte ich mich bei Sabine Piarry’s Networking-Challenge angemeldet, um einmal live ein 21-Tage-Programm zu absolvieren. Mir ging es dabei weniger um das Thema des Kurses – „Kenn ich ja schon“ 😉 – als vielmehr um den Aufbau und die Struktur so eines Formats. Ich wollte für mich prüfen, ob es mir persönlich liegt, 21 Tage am Stück präsent zu sein, um später eventuell ein solches Format zu meinem Thema anzubieten.

Wie so oft, hatte das Leben etwas andere Pläne und ich konnte nicht gleich von Anfang an mit einsteigen. Was aber für mich nicht so schlimm war, weil ja der Inhalt erst mal zweitrangig für mich war. Frei nach dem Motto: „Networking kenn ich schon, was soll es da schon groß Neues für mich geben.“

Nach meinem verspäteten Einstieg habe ich mir dann die Inhalte der ersten Tage gesammelt angesehen und mich auch in der Facebook-Gruppe umgesehen. Was ich sah, las und hörte hat mir wirklich gut gefallen, wurde aber innerlich im ersten Durchlauf gleich mit dem Vermerk „Kenn ich & Kann ich“ getaggt. Dann aber kam inhaltlich ein spannender, neuer Impuls. Aus lauter Gewohnheit und weil die Zeit eh schon wieder knapp war, stand in mir der Teil mit dem Schild „Kenn ich“ bereits parat.

Brillenwechsel für neue Erfolgs-Perspektiven

In diesem Moment aber wurde mir dies so richtig bewusst und ich musste über mich selber schmunzeln und sagte zu mir: „Meine Liebe, jetzt wird es aber wirklich Zeit, Deine „Kenn-Ich-Brille“ abzulegen!“

Gesagt getan und wieder mal selbst viel dabei gelernt, denn selbst wenn ich sage „Ja kenn ich ja schon“, heißt das noch lange nicht, dass ich es auch kann und noch viel wichtiger mache!

[Tweet „“Kenn ich schon“ heißt noch lange nicht kann ich und mach ich auch!“]

Natürlich wird nicht ständig das Rad neu erfunden! Selbst wenn Du Dir ein Thema anhörst, dass Du vermeintlich gut kennst, heißt das noch lange nicht, dass diese Person Dir nicht eine Idee oder einen Ansatz liefert, denn Du so noch gar nicht bedacht hast.

Ich jedenfalls hab für mich, nach dem ich die Brille abgelegt habe, einiges an Input rausgeholt und vor allem erkannt, dass ich zur Zeit keine 21 Tage am Stück präsent sein möchte und so ein Format aktuell für mich nicht in Frage kommt. Und das ich meinen frischen, offenen Blick und meine Neugier auch bei vermeintlich „altbekannten“ Themen nicht verlieren möchte.

3 Fragen für (D)einen frischen, offenen Blick

Damit dies künftig nicht mehr passiert, gibt es jetzt eine kleine Frage-Formel für mich, die ich hier sehr gerne mit Dir teile, damit Du nicht in diese Erfolgs-Falle stolpern musst:

Kenn ich es, Kann ich es, Mache ich es?

Wenn bei allen drei Fragen Deine Antwort „Ja“ lautet, dann spar Dir die Zeit und nutze sie für etwas anderes. Wenn Du aber nur eine dieser Fragen mit „Nein“ beantwortest, dann lege die Brille ab und schenk dem Thema, wenn es für Dich, Dein Marketing & Dein Business wertvoll ist, Deine ungeteilte Aufmerksamkeit.

In welcher Situation hast Du schon mal die „Kenn-Ich“-Brille getragen? Was hast Du dabei gelernt oder dadurch versäumt? Wie immer freu ich mich auf Deine Impulse in den Kommentaren. Übrigens die Networking-Challenge von Sabine Piarry läuft mehrmals im Jahr, also einfach mal vorbeischauen.

Stay smart & bleib gschmeidig,

Martina
Martina Fuchs - Smart zum Erfolg

 

 

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